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Aktuelles aus Oberhausen / Pressemeldungen

Bereich Umweltschutz gibt Tipps zum richtigen Heizen mit Kaminöfen

Kamine sind beliebt und behaglich. Der Bereich Umweltschutz gibt Tipps gegen unerwünschte Emissionen. (Foto: Anton Balazh, fotolia)Heizkamine und besonders Kaminöfen werden immer beliebter, auch wenn die Temperaturen ganz aktuell nicht allzu frostig sind. Der Bereich Umweltschutz der Stadt Oberhausen gibt Tipps, damit beim Heizen mit Holz nicht nur der Geldbeutel geschont, sondern auch die Umwelt nicht unnötig belastet wird.

Der Betrieb von Heizkaminen und Kaminöfen sorgt für Behaglichkeit in den eigenen vier Wänden, und ihre Besitzer sparen angesichts steigender Gas- und Ölpreise sogar Geld. Darüber hinaus leistet man einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz, da nur sehr wenig Kohlendioxid entsteht, so der Bereich Umweltschutz.

Allerdings hat das Heizen mit Holz und anderen festen Brennstoffen auch Nachteile. Es entstehen unerwünschte Emissionen wie unangenehme Gerüche, Feinstaub, Kohlenmonoxid und Schwefeloxide. Besonders der aus dem Straßenverkehr bekannte Feinstaub ist für die menschliche Gesundheit gefährlich, während Gerüche eine erhebliche Belästigung darstellen können. Der Umwelt und den Nachbarn zuliebe sind daher beim Heizen mit festen Brennstoffen - und hier insbesondere Holz - wichtige gesetzliche Anforderungen zu beachten. Diese stehen in der neuen Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen, der „1. Verordnung zur Durchführung des Bundesimmissionsschutzgesetzes (1. BImSchV).“

Diese Verordnung regelt, unter welchen Bedingungen Privatpersonen und Gewerbebetriebe kleine und mittlere Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe aufstellen und betreiben dürfen. In Bezug auf Feinstaub sind diese Anlagen besonders relevant, da Öl- und Gasheizungen nur wenig bis keinen Staub ausstoßen.

Gefahr durch Feinstaub
Feinstaub aus Holzfeuerungen ist ähnlich gefährlich wie der durch den Straßenverkehr verursachte Staub. Problematisch sind vor allem die Feinstäube aus der unvollständigen Verbrennung fester Brennstoffe. Diese werden überwiegend durch Holzöfen mit schlechter, meist veralteter Technik und durch eine falsche Bedienung freigesetzt.

Die aktuelle Verordnung betrifft sowohl neue als auch bereits bestehende Feuerungsanlagen. Für alte Anlagen gilt in Zukunft, dass sie entweder die Grenzwerte einhalten, mit Filtern nachgerüstet oder aber langfristig ausgetauscht bzw. stillgelegt werden müssen. Neue Anlagen erzeugen – bedingt durch ihre technisch moderne Ausstattung - weniger Staub und Kohlenmonoxid und erzielen darüber hinaus auch einen höheren Wirkungsgrad.

Die jetzt geltende Verordnung sieht für alle neuen Feuerungsanlagen eine Typprüfung vor. Neuanlagen (Inbetriebnahme ab dem 22.03.2010) dürfen nur errichtet und betrieben werden, wenn durch eine Typbescheinigung des Herstellers belegt wird, dass die geltenden Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid eingehalten werden und ein bestimmter Mindestwirkungsgrad erzielt wird. Altanlagen (vor dem 22.03.2010 errichtet) dürfen weiter betrieben werden, wenn sie eine Staubkonzentration von 0,15 g /m³ Abgas und einen Kohlenmonoxidkonzentrationswert von maximal 4 g/m³ Abgas einhalten. Der Nachweis kann entweder durch Vorlage einer Typprüfung des Herstellers oder einer Vor-Ort-Messung des Schornsteinfegers geführt werden. Kann die Einhaltung der genannten Grenzwerte bis zum 31.12.2013 nicht nachgewiesen werden, müssen Altanlagen mit einem Staubabscheider nachgerüstet oder außer Betrieb genommen werden.

Falsche Bedienung führt zu Belästigungen
Nicht zu unterschätzen ist auch die Belästigung der Nachbarschaft mit geruchsintensiven Abgasen und Feinstaub aus Kleinfeuerungsanlagen durch eine fehlerhafte Bedienung. Hier kann eine Menge falsch gemacht werden: Die Verwendung von nicht durchgetrocknetem Holz, zu viel Holz im Feuerraum oder eine zu starke Drosselung der Luftzufuhr am Ofen sind die häufigsten Fehler. Die Betreiber erhalten daher alle wichtigen Informationen zum richtigen Heizen von ihrem Schornsteinfeger. Diese Beratung ist mittlerweile verpflichtend. Die Betreiber müssen sich direkt mit ihrem Schornsteinfeger in Verbindung setzen. Bei Neuanlagen muss dies innerhalb eines Jahres nach Einbau geschehen sein, bei Altanlagen bis zum 31.12.2014.

Kaminofen richtig anheizen
Damit der Kamin schnell die gewünschte Temperatur erreicht, muss man ihn richtig anheizen. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Kamin anzünden achten müssen und wie Kamin anfeuern richtig geht.

  • Zwei oder drei Holzscheite unten in die Brennkammer legen.
  • Darauf das Anmachholz legen – nicht zu wenig, denn es brennt schnell und bringt auf diese Weise viel Hitze.
  • In das Anmachholz spezielle Kaminanzünder legen. Verwenden Sie kein Zeitungspapier, denn durch die Druckerschwärze entstehen giftige Dämpfe.
  • Jetzt noch die Anzünder anstecken – fertig. Da Holz von oben nach unten abbrennt, entzündet das Anmachholz die darunter liegenden Holzscheite.

Wer diese Tipps befolgt, hat nicht nur schnell einen warmen Ofen, sondern verhindert auch, dass viel Rauch entsteht, der die Scheibe verrußt, und Feinstaubemissionen freigesetzt werden.

2. Januar 2012