Spektakulärer Brückenschlag zum Kaisergarten
Schöpfer der Brücke ist der Frankfurter Professor Tobias Rehberger, ein international renommierter Grenzgänger zwischen Kunst, Architektur und Design. Er arbeitet dabei eng mit dem Ingenieurbüro Schlaich, Bergermann und Partner aus Stuttgart zusammen. Aufgrund der Durchfahrtshöhe für die demnächst auf dem Rhein-Herne-Kanal zugelassenen Containerschiffe muss die Brücke eine ungewöhnliche Höhe von zehn Metern erreichen. Dies erfolgt mit einem mehrmals gewundenen Verlauf auf beiden Seiten des Kanals, so dass die Brücke eine Gesamtlänge von mehr als 350 Metern hat.
Die Brückenskulptur von Tobias Rehberger verbindet den Kaisergarten des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit dem Volkspark der Reformzeit auf der Emscher-Insel an der Stelle eines historischen, nicht erhalten gebliebenen Brückenschlages. Mit einer schwingenden Spirale schafft Tobias Rehberger einen neuen künstlerischen Landschaftsübergang. Als Konstruktion des Tragwerks kam in diesem Fall nur eine Spannbandbrücke in Frage, weil sie die leichteste unter allen möglichen Konstruktionen ist, sowohl in Bezug auf den Materialbedarf als auch auf das ästhetische Erscheinungsbild: Rehberger sieht eine schwingende Spirale vor – leicht, wild, unregelmäßig, wie ein geworfenes Seil.
Die nur gut 2,50 Meter breite Lauffläche der Brücke hat verschiedene Farbfelder – 16 unterschiedliche Farbtöne im rhythmischen Wechsel. Die Brücke wird nachts beleuchtet und gewinnt neben ihrem praktischen Nutzen einen hohen künstlerischen Wert.
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